Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) – Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Ab dem 11. Februar 2025 tritt die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) in Kraft. Diese bahnbrechende Verordnung wird die Verpackungsindustrie in der gesamten Europäischen Union nachhaltig verändern. Unternehmen müssen sich frühzeitig auf die neuen Anforderungen vorbereiten, um die Übergangsfrist von 18 Monaten optimal zu nutzen. Ab dem 12. August 2026 wird die Verordnung verbindlich für alle Marktakteure gelten.
Ziele und Kernpunkte der PPWR
Die Packaging & Packaging Waste Regulation (PPWR) verfolgt das Ziel, die Menge an Verpackungsabfällen erheblich zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu stärken. Die wichtigsten Eckpunkte der Verordnung umfassen:
- Reduzierung von Verpackungsmüll: Unternehmen müssen Verpackungen so gestalten, dass unnötiger Abfall vermieden wird.
- Förderung der Wiederverwendung und des Recyclings: Vorgaben für recyclebare Materialien und Mehrwegsysteme werden eingeführt.
- Vereinheitlichung auf EU-Ebene: Die PPWR schafft einheitliche Regelungen, die die bisherigen nationalen Vorschriften, wie z. B. das deutsche Verpackungsgesetz (VerpackG), ergänzen und ersetzen sollen.
Wichtige Meilensteine
Die Verordnung wurde am 27. November 2024 vom Europäischen Parlament verabschiedet und am 22. Januar 2025 im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Nach ihrem Inkrafttreten im Februar 2025 beginnt eine Übergangsfrist von 18 Monaten, in der Unternehmen ihre Prozesse anpassen können.
Welche Branchen sind betroffen?
Nahezu alle Branchen, die Verpackungen nutzen oder in Verkehr bringen, sind von der PPWR betroffen, insbesondere:
- Lebensmittel- und Getränkeindustrie
- E-Commerce und Einzelhandel
- Pharma- und Kosmetikindustrie
- Logistik- und Versandunternehmen
Was Unternehmen jetzt tun sollten
- Analyse der aktuellen Verpackungen: Unternehmen sollten ihre Verpackungsmaterialien und -prozesse überprüfen und an die neuen Anforderungen anpassen.
- Strategie zur Umstellung entwickeln: Der Fokus sollte auf der Einführung nachhaltiger Materialien und Mehrwegverpackungen liegen.
- Partnerschaften mit Recyclingunternehmen aufbauen: Die Zusammenarbeit mit zertifizierten Recycling- und Entsorgungsunternehmen wird künftig noch wichtiger.
- Schulung der Mitarbeiter: Alle Beteiligten entlang der Lieferkette müssen über die neuen Regelungen informiert und geschult werden.
Fazit
Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ist ein entscheidender Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Wirtschaft. Unternehmen sollten die Übergangsfrist nutzen, um sich rechtzeitig auf die neuen Vorschriften vorzubereiten. Wer frühzeitig handelt, kann nicht nur gesetzliche Anforderungen erfüllen, sondern auch Wettbewerbsvorteile durch nachhaltige Verpackungslösungen erzielen.